Bodenfilter mit Akadama - Garnelenkeller

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Bodenfilter mit Akadama

Tips und Tricks

Bodenfilter mit Akadama

So funktioniert es richtig!

Ich befasse mich nun schon seit über 4 Jahren sehr intensiv mit der Hochzuchtform der Bienengarnele im Volksmund Red Bee genannt. Wie die meisten ja wissen, bevorzugen Bienengarnelen weiches, leicht saures Wasser. Ein solches Wasser kommt leider bei den wenigsten aus der Leitung. Einige verwenden Regenwasser, was bei mir nicht möglich ist, der PH Wert meines Regenwassers hat unglaubliche 9,5.

"Mann" hat keine Wahl und muss sein Wasser aufbereiten. Nach der Anschaffung einer Osmoseanlage staunt man nicht schlecht, dass Wasser ist zwar schön weich, doch der PH Wert dümpelt noch immer jenseits der 7er Marke herum. Nachdem ich so ziemlich alles was es auf dem deutschen Markt gibt ausprobiert habe, bin ich nun,nach 4 Jahren doch wieder zum guten alten Akadama zurück gekehrt. Für mich die Beste alternative um meine Bienengarnelen ordentlich zu Pflegen. In Kombination mit einem Bodenfilter steht es den meist deutlich teureren Soils in nichts nach. Im Gegenteil, die Bees behalten auf dem rotbraunen Bodengrund ihr strahlendes Weiß, wobei ich mir mit andere Soils meine Tiere teils extrem entfärbt haben!



Ich möchte in diesem Beitrag zeigen, wie ich meine Bodenfilter aufbaue, welche Materialien ich verwende und welche Kombination aus Becken und Bodenfilter bei mir am besten laufen.

Zuerst ein paar Worte zur Beckengröße. Kleine Becken können funktionieren, tun es aber meist nicht sehr lange. Eine Zeit lang habe ich sehr viele 25 Liter Becken betrieben, diese haben eine Kantenlänge von 40cm. Anfangs, nach einer angemessenen Einlaufzeit habe diese Becken sehr gut funktioniert. Die Tiere haben sich darin vermehrt, die Jungen sind schön hoch gekommen, alles im Lot. Nach etwa einem Jahr, es ging sehr schleichend, haben keine Weibchen mehr Eier angesetzt. Es gab immer mal eine Tote im Becken und der ganze Besatz hat sich rückwärts vermehrt.
Becken mit einer Kantenlänge von 60cm (54l) laufen dagegen deutlich stabiler, was auch auf die größere Wassermenge zurück zu führen ist. Auch die Standzeiten sehe ich deutlich länger. Somit ist dies für mich eine Ideale Größe für ein Zuchtbecken.

Nun der Aufbau. Zuerst wird das gereinigte Becken an seinen Platz gestellt, an dem es auch später stehen soll. Die Platten für den Bodenfilter werden zusammengsteckt und die beiden Luftheber in den hinteren Ecken plaziert. Bei den 60er Becken verwende ich immer 2 Luftheber, auf jeder Seite einen.

Der Bodenfilter sollte etwas kleiner als das Becken sein. Diesen schiebe ich nun ganz nach hinten, so dass vorne und an der Seite noch etwas Platz zur Front und Seitenscheibe ist. Nun streue ich entlang der Front und Seitenscheibe einen Streifen Akadama. Den Bodenfilter lasse ich aber noch frei. Nun kommt auf den Bodenfilter ca. 1l Zeolith, welches ich zuvor etwas mit Wasser ausgespült habe. Danach kommt eine etwa 3-4cm dicke Schicht Akadama ins gesamte Becken. Das Akadama spüle ich vorher nichts aus!

Anschließend befülle ich das Becken vorsichtig mit Leitungswasser (GH12, KH8 und PH7,5), Aber Vorsicht, dass der Bodengrund nicht aufgewühlt wird und das Zeolith nach oben geschaufelt wird. Am besten ein flachen Teller ins Becken legen.

Im Becken steht nun eine braune Brühe, auf der Oberfläche schwimmen irgendwelche Holzstückchen. Ein entsetzlicher Anblick. Aber keine Angst. Noch schnell die beiden Luftheber in Betrieb genommen und abwarten....
Nach ein paar Stunden ist das Wasser glasklar!!

Das Becken lasse ich nun ca. 4 Wochen einlaufen. Auf Filterschlamm etc. aus anderen Becken verzichte ich ganz bewusst um nicht irgendwelches Ungezifer wie z.B. Planarien einzuschleppen.

Für Leute die keine Luftpumpe betreiben wollen und die Becken auch möglichst leise sein sollen, ganz ohne geblubber, gibt es die Variante mit den Pumpenköpfen, welche auch super funktioniert. Die Version mit Pumpen hat außerdem den Vorteil, dass weniger CO² aus dem Wasser ausgetrieben wird und dadurch der PH Wert etwas niedriger ist.

Wasserwechsel mache ich mit aufbereitetem Osmosewasser Leitwert 200. Etwa 10% pro Woche.

Zum Akadama bleibt zu sagen, ich verwende ausschließlich doppelt gebrannten Akadama mit einer Körnung von 2mm. Bei der groben Körnung konnte ich schon beobachten, wie Junge Bees zwischen die Körner in den Boden krabbeln sind und verschüttet wurden.

Hier finden Sie alles, was Sie zum Aufbau eines Bodenfilters benötigen:

In Kürze gibt es noch Bilder zu diesem Beitrag!!

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