Garnelen umsetzen - Garnelenkeller

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Garnelen umsetzen

Tips und Tricks

Endlich sind sie da, die neuen Garnelen!!

Lange währte die Vorfreude, die Sendung ist gut Zuhause angekommen.
Nichts wie rein ins neue Becken, damit sich die Tiere vom Transport erholen können...
Stop!!

Schnell den inneren Schweinehund besänftigen und die Sache mit dem "Einsetzen" langsam angehen! Das ist nämlich ziemlich wichtig und die nächsten Schritte entscheiden über Leben und Tod der Neuankömmlinge!


Da wäre zunächst mal das Wasser - es ist definitiv anders als jenes, in dem die Tiere bisher gelebt haben. Sei es nun total anders (wäre aber nicht so gut) oder zumindest in einigen Teilen, etwa dem PH Wert.

So ein PH Wert Unterschied, z.B meiner: 7.2 - deiner 7.4 ... liest sich jetzt ja nicht gar so gravierend unterschiedlich, nur dass diese winzige kleine Stelle hinterm Komma immer ein x-faches von Wert daneben bedeuten - 6.8 ist also 10 mal so sauer wie 6.9 - doch ganz schön viel, nicht wahr?
Und nun stell Dir vor, so eine kleine zarte Garnele kommt ohne Vorwarnung in ein 30x so saures Wasser wie vorher, vielleicht auch noch um 10 Grad wärmer - das macht sicher keinen Spaß. Und kostet manchmal frühzeitig das Leben. Ausserdem gibt es noch einige weitere Einflüsse, osmotischer Druck, biologische Wasserwertigkeiten (Bakterienarten etc) und einiges mehr.


Also dann mal vorsichtig:
Ich messe erstmal die Wasserwerte mit einem Teststreifen. Passt mein Beckenwasser mit dem Wasser, in dem die Garnelen geliefert wurden, oder gibt es sehr hohe Unterschiede zum Wasser im Beutel (PH, GH, KH)? Es ist ratsam, sich im Vorfeld über die Wasserwerte eine Art zu informieren und auch beim Züchter die Wasserwerte zu erfragen. Bei Bedarf kann man seine eigenen Wasserwerte entsprechend einstellen.

Ich kippe den Beutelinhalt in ein sauberes, ausreichend großes Gefäß (3facher Beutelinhalt als min. Füllmenge), meist verwende ich einen 5l Eimer dafür.
Beim einfüllen der Garnelen darauf achten, dass keine Garnelen in der Tüte kleben bleiben.

Ich nehme ein Stück dünnen Becken-Luftschlauch, ein Ende befestige im Becken, am anderen Ende mache ich einen leichten Knoten oder verwende eine Schlauchklemme. Einmal kräftig am Schlauch nuckeln und das Ende mit dem Knoten mit einer Wäscheklammer am Gefäß fixieren. Logisch dass das Gefäß unterhalb der Wasserlinie stehen muß.

Ich stelle den selbstgebauten "Tropf" so ein, dass er wirklich langsam tröpfelt, es kann (und soll) ruhig 2-3 Stunden dauern, bis die Wassermenge das 3-fache erreicht hat (2 Teile Becken - 1 Teil Beutelwasser).

Nach diesen 2-3 Stunden, fange ich die neuen Garnelen mit einem Kecher aus dem Wasser und setze diese ins neue Becken. Niemals das Transportwasser mit ins Becken schütten!!

So, die Weichen sind gestellt. Jetzt können sich die neuen kleinen einleben und sich reichlich vermehren!!
Mit dem Futter bin ich die ertsen Tage auch sehr sparsam, manchmal brauchen die Tiere einige Tage, bis die richtig ans Futter gehen!!

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